Nachdem in der Öffentlichkeit, in Leserbriefen und jetzt wieder in einem Anschreiben an die Gemeinde einfach falsche Informationen erzählt werden, möchte ich gerne für unsere Fraktion folgendes erklären:
Die Aussage, dass die Bodenfläche des neuen Kindergartens eine grüne Oase wäre ist schlichtweg falsch.
Ein konventioneller Rasen ist ökologisch wertlos, da er meist nur aus zwei Gräserarten (Deutschem Weidelgras und Wiesenrispe) besteht und durch häufiges Mähen die Artenvielfalt aktiv unterdrückt wird. Die Biodiversität eines Bolzplatzes entspricht der einer Asphaltfläche, nur dass sie kühler ist.
Eine Dachbegrünung würde das Bauwerk von daher deutlich Ökologisch aufwerten.
Allerdings sind wir als Grüne ja nicht nur wie Boris Palmer sagen würde Hardcore-Ökologen, sondern auch Hardcore – Realos. Uns geht es dabei um die Gesamtbewertung der Wirtschaftlichkeit der Ökologie.
Interessant ist, dass sich Menschen über einen Eingriff in die Natur beschweren, die dort ihre Häuser gebaut haben. Ich selbst erinnere mich noch an die Streuobstwiesen, die dort waren.
Dort war die Biodiversität deutlich größer, als im aktuellen Baugebiet.
Eine große PV Anlage ist ein wichtiger Punkt für uns als Gemeinde in Richtung Energie Plus Gemeinde. Gerade in der aktuellen Situation sollte das ja auch dem Letzten auffallen und erkennbar sein, wie wichtig es ist von fossilen Brennstoffen wegzukommen.
Von daher ist dies ein wichtiger Schritt. Wir haben dazu ja bereits einen Antrag ins Gremium eingebracht, die Verwaltung und die Gemeinderäte wissen darum. Wir werden diesen Antrag ja bald beraten. Diese große Anlage kann dann sehr gut in das Strombilanzmodell eingebunden werden.
Uns geht es aber auch um die Biodiversität und die Bildung unserer Kinder. Wir haben es immer gesagt, dass wir für eine Naturnahe Gestaltung mit heimischen Büschen, Bäumen und Gewächsen sind. Es gibt dazu hervorragende Beispiele und Planer für Kindergärten. Ich nenne dabei nur die Planerin Birgit Helbig oder Rosenfelder Naturnahe Außengelände für Kitas und Schulen.
Da haben unsere Kinder dann auch den direkten Erlebnisraum und sehen Schmetterlinge, Vögel, Eidechsen und Wildbienen.
Das Ganze wäre natürlich auf dem Dach auch möglich, allerdings sehen es die Kinder ja gar nicht und können es nicht erleben.
Aus diesem Grund sagen wir, das Außengelände naturnah gestalten, das Dach mit PV Modulen belegen.
Dann wird das Ganze zu einer „Grünen Oase“ mit Zukunft für unsere Kinder.
Karl-Heinz Jaworski

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