Psychische Erkrankungen dürfen nicht zu Ausgrenzung führen. Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung Unterstützung benötigen, müssen die Möglichkeit haben, ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dazu leisten die ambulanten Unterstützungsangebote des Hilfsvereins für psychisch Kranke Rems-Murr e. V. einen wichtigen Beitrag.


Um mehr über die Lebenssituation der Betroffenen und die Herausforderungen in der psychosozialen Versorgung zu erfahren, haben wir den Austausch mit dem Hilfsverein gesucht. Am 9. Oktober 2026 waren wir dazu in Winnenden zu Gast.
Nach einer Vorstellung der Aufgaben und Angebote des Vereins sowie der betreuten Personengruppen erhielten wir bei einem Rundgang durch das Teilhabezentrum Einblicke in die Räumlichkeiten und die tägliche Arbeit.


Besonders wichtig war uns das direkte Gespräch mit den Klient*innen. Sie berichteten über ihre Erfahrungen im Alltag, ihre Wünsche und ihre Anliegen. Dieser persönliche Austausch hat verdeutlicht, wie wichtig verlässliche Unterstützung und passende Hilfsangebote für ein selbstbestimmtes Leben sind.
Auch die Mitarbeiter*innen des Hilfsvereins schilderten ihre Erfahrungen und machten auf bestehende Herausforderungen aufmerksam. Dazu gehören die Fachkräftesituation, die Arbeitsbedingungen, die Finanzierung der Angebote und strukturelle Schwierigkeiten bei der Bereitstellung der notwendigen Hilfen.

Unser Fazit: Eine gute psychosoziale Versorgung braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Ambulante Hilfen stärken Menschen mit psychischen Erkrankungen in ihrem Alltag, fördern ihre Selbstständigkeit und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Damit diese wichtige Arbeit langfristig gesichert werden kann, müssen die notwendigen personellen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.
Wir bedanken uns beim Hilfsverein und den Klient*innen für die Offenheit und den informativen Austausch. Wir wollen den Kontakt fortsetzen und uns im Rahmen unserer Arbeit in den politischen Gremien dafür einsetzen, dass die Anliegen der Betroffenen und die wichtige Arbeit des Hilfsvereins Gehör finden.
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